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Stretching

 Pavo Nurmi

  • Zu seiner Zeit,
  • der grösste Läufer weit und breit,
  • lief auf sein Ziel zu um zu siegen,
  • seine Feinde blieben liegen,
  • auf der Strecke ziemlich hinten,
  • konnten keine Kraft mehr finden,
  • doch er im Geist einer neuen Zeit,
  • ging durch’s Ziel ,
  • >>>> zu Zweit.

   Der Wurm

  • In einem Apfel ist ein Wurm,
  • und die Vögel fliegen Sturm,
  • das sie diesen Wurm erpicken,
  • und an ihre Jungen schicken.
  • Doch der Wurm, der versteckt,
  • sich tief im Apfel reckt,
  • Er denkt in seinem Unverstand,
  • ich wohn in einem sichern Land.
  • Den Apfel ich vom Baume reiß,
  • damit ich hungrig in ihn beiß,
  • schon ist er vom Baum gepflückt,
  • geputzt, gereinigt und gedrückt.
  • In den Apfel ich nun beiß,
  • Scheiss-----Wurm.

 Der Zauderer

  •     Wie komm ich bloß den Berg hinan?
  •     Steig hinauf und denk nicht dran.
  •     Drum los jetzt auf den Weg gemacht.
  •     Eh du’s versiehst, ist es vollbracht.

 

Der Lückenfüller

  • Ob bei der Arbeit oder her
  • Lückenfüller habens schwer

An das Brautpaar

  •   Euer Glück soll sich bewähren,
  •   eine Burg unmöglich zu zerstören,
  •     Frieden nach aussen,
  •     Frieden nach innen,
  •     Eure Feinde sollen zerrinnen.

 Der Ewige

  • Er liebt Sie und Sie liebt Ihn,
  • Kinder sind dazwischen drin.
  • Alle tragen seinen Namen,
  • Amen.

Stiefmütterchen

  • Sie schauen dich an von allen Seiten
  • Ihr Blick bringt Glück, und niemals streiten.
  • Bist Du rechts,  >>>>> Dich trifft ihr Blick.
  • Bist Du links,     >>>>> nie gehn sie zurück.
  • Sie sagen Dir,   >>>>> blick mich mal an,
  • Ich bin gekleidet, >>>>> wie kein Mann.
  • Wir sind Botschafter des Herrn.
  • Wer uns sieht, der freut sich gern.

S.L

Guten Appetit 

  • Ein Bauer fährt heut Odel,
  • mit dem Wagen nicht mit Rodel.
  • Fährt er damit auf seine Wiesen,
  • kann’s dir den ganzen Tag vermiesen.
  • Doch auf der Basis dieser Fuhr,
  • erzeugt die Kuh die Milch, ganz pur.

Die Bekehrung

  • Ein Christ, der ganz fest glauben tut,
  • und ganz fest im Glauben ruht,
  • er fühlt sich richtig und be-kehrt,
  • nur die Andern, >>> sind ver-kehrt.

 Mensch lern Englisch

  • Englisch ist ganz leicht,
  • lern soviel das es Dir reicht :
  • anewech heißt anyway ,
  • du siehst das ist ganz einerlei.
  • Der Drücker ist der trigger,
  • und größer das heisst bigger.
  • Cucumber sind Gugummere,
  • Englisch lerne mir im schlummere.
  • Nature kommt von der Natur,
  • und eine watch das ist die Uhr,
  • und heißt and, die hand die Hand.
  • Land kommt ebenfalls vom Land,
  • ist allen Leuten gleich bekannt,
  • und schau her, hier heisst here,
  • Englisch is doch gar nicht schwer.

S.L.2007

 

 1947-Der Holzvergaser

  • In den Jahren großer Not,
  • gingen wir aufs Land um Brot.
  • Wir tauschten auch noch mehr,
  • so musste bald ein Auto her.
  • In einer Scheune leer und kalt,
  • stand ein Daimler ziemlich alt.
  • Doch die Zeiten waren schlimm,
  • nie gab es genug Benzin.
  • Darum war der große Renner,
  • fahren mit dem Holzgasbrenner,
  • gab es doch noch Holz im Wald,
  • zerstückeln musste man es halt.
  • Ein Kessel, haben wir gefunden
  • und das Feuer angezunden.
  • Bald strömte es zum Vergaser,
  • dieses Auto war ein  Raser,
  • übers Land mit 40 Sachen,
  • da hatten wir gut lachen,
  • konnten großen Handel machen.

         Der steile Weg

  • Der Weg zum Gipfel ist beschwerlich,
  • an manchen Stellen auch gefährlich.
  • Ganz nach oben heisst das Ziel.
  • Stein und Geröll gibt es sehr viel
  • Der Weg nach oben , ist sehr steil.
  • Doch da  unten ist kein Heil.

 

 

 

                   Der Miesepeter

  • Ein Miesepeter war so mies,
  • das ihn alle Freud verlies.
  • Anstatt das was man soll von oben,
  • alle seine Nachbarn loben,
  • schießt er auf alle die er findet.
  • Diese  Botschaft er verkündet :”Der ist mies , und die ist schlecht,
  • was die machen ist nicht recht”.

  • Er schimpft auf Gott und diese Welt,
  • besonders auf jene mit viel Geld.
  • Es ist der Neid, der ihn zerfrisst,
  • weil er sich mit anderen misst.
  • Er denkt, er ganz alleine,
  • macht allen Menschen Beine.
  • Besser ist den Nächsten lieben,
  • und dies täglich üben.

S.L.

 

 Manjana, Manjana (Morgen, Morgen)

  • Der Wasserhahn tropft,
  • der Gully ist verstopft.
  • Manjana, Manjana .
  • Der Putz fällt vom Haus,
  • wie sieht denn das aus?
  • Manjana, Manjana .
  • Wir haben kein Brot,
  • und kommen in Not.
  • Manjana, Manjana .
  • Das Leben geht zu Ende!
  • Bete und falte die Hände.
  • Manjana, Man...............

S.L.

         Herbstzeit

  • Herbstzeit ist die Apfelzeit,
  • rote Äpfel gibt es heut.
  • Herbstzeit ist Kartoffelzeit,
  • Bratkartoffeln gibt es heut.
  • Herbstzeit ist die Datschizeit,
  • Zwetschgendatschi gibt es heut.
  • Herbstzeit ist die Rentnerzeit,
  • Schaffen tun wir nichts mehr heut............

 

 

  

 Hier ist das Ende der Datei, By Byy

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Gedichte zum Schmunzeln, Lachen, Freuen, Lieben, Hoffen und Nachdenken:

Spalten zum  Halten,

Zeilen zum Verweilen

  • Hallo ,Hallo
  • Pavo Nurmi
  • Der Zauderer
  • Der Wurm
  • An das Brautpaar
  • Liebe
  • Digitalitis
  • Die Zeit
  • Pilz Filz
  • Der Morgen
  • Guten Appetit
  • Unerlässliches
  • Der Ewige
  • Mensch lern Englisch
  • Krieg und Liebe
  • Stiefmütterchen
  • Die Bekehrung
  • Silberdistel
  • Der Specht
  • 1947-Der Holzvergaser
  • Das Froschwunder
  • Frühling
  • Der steile Weg
  • Akku leer
  • Der Miesepeter
  • Der Surfer
  • Dumm?
  • Frühling 2008
  • Kopf hoch
  • Wachgeküsst
  • Rock’n Roll
  • Herbstzeit
  • Manjana, Manjana
  • Ganz unten

 

  Digitalitis

  • Augen brennen,
  • Zahlen rennen,
  • über den Schirm,
  • Commodore , Windows,
  • Fax und HP;
  • zu viel am Rechner tut weh

   Der Morgen

  • Erwachen und lachen,
  • sich freuen an schönen   Sachen,
  • den Tag mit Freude beginnen,
  • und singen.

Hallo, Hallo, ist dort der Heizungsservice?

  • Es ist bei uns die Heizung kalt,
  • Herr Monteuer nun komm doch bald.
  • Es spinnt der Brenner mit Motor,
  • das hört man deutlich mit dem Ohr.
  • Viellleicht liegt’s an verstopften Düsen,
  • wenn’s nicht mehr geht mit meiner Süssen.
  • Kein Wunder, denn ich bin schon alt,
  • Es wird bei mir die Heizung kalt!
  • Ach Herr Monteuer nun komm doch bald.

Krieg und Liebe

  • Es spricht der Krieg zur Liebe:
  • “Du hast es mit dem Triebe”.
  • Sanft spricht da die Liebe:
  • “Es ist der blanke Neid,
  • der dich zum Streiten treibt”.
  • Da packt dem Krieg die Wut:
  • “ Ich seh doch was ihr tut.”
  • Und die Liebe deutlich spricht :
  • “ Wütend sind wir nicht”.
  • Da brüllt  der Hass:
  • “Mich machst du nicht nass;
  • sonst sehe ich rot ,
  • schlag dich tot; bringe dich in Not.”
  • Die Liebe sagt:” Wir leben immer,
  • den Tod, den sehen wir nimmer”.
  • Spricht der Krieg voll grossen Zorn:
  • ”Werde dich kriegen und siegen.”
  • Geduldig nun Liebe spricht:
  • “Fangen kannst du uns nicht.”
  • Der Krieg nun in die Eck gestellt,
  • brüllt laut : “ Ich bin der Herr der Welt,
  • bin der Herr auf Erden,
  • es wird niemals anders werden.”
  • Die Liebe spricht mit schönem Wort:
  • “Nicht mehr lang, dann bist du fort”.

S.L. FoT 2007

Kein Platz

  • iHier ist kein Platz für ein Gedicht,
  • darum beacht die Zeilen nicht,
  • lies lieber was daneben steht,
  • weil Dir sonst die Lust vergeht.

   Das Froschwunder

 Ein Frosch, tat was man nicht tut,

 und sprang in seinem  Übermut,

 in eine Kanne halb voll Milch,

 nun war er drin der arme Knilch.

 Da dachte er sich in seiner Not,

 nun ist es aus, bald bin ich tot.

Verzweifelt schwamm er hin und her,

 ich gehe unter, kann nicht mehr.

 Doch Wunder kommen immer dann,

 wenn man wirklich nicht mehr kann.

 Die Milch die ward zum Butterberg,

 heraus sprang nun der grüne Zwerg.

Nun lern die Lehr aus dem Gedicht,

aufgeben tue niemals nicht.

Prof. A. Landshut 1960

 

  

Akku leer

  • Das Handy ist allzeit bereit,
  • zu telefonieren jederzeit.
  • Doch plötzlich geht das Ding nicht mehr ------
  • Akku leer.
  • Musik aus kleinstem Radio,
  • macht uns allezeiten froh.
  • Doch plötzlich geht das Ding nicht mehr ------
  • Akku leer.
  • Ein Walkmann spielt nun die Musik,
  • das brauchen wir zum Glück.
  • Doch plötzlich geht das Ding nicht mehr ------
  • Akku leer.
  • Die Armbanduhr ist doch famos,
  • jeder hat sie , klein und groß.
  • Doch plötzlich geht das Ding nicht mehr ------
  • Akku leer.
  • Nach soviel Akku-Ärger heut,
  • bleibt uns noch der Liebe Freud.
  • Doch plötzlich geht das Ding nicht mehr ------
  • Akku leer.

     Dumm?

  • Gedichte machen dumm,
  • sagt Herr Schrumm.
  • Er ist dumm so wie ein Besen,
  • er hat noch keins gelesen.

S.L.

 

 Frühling lässt sein blaues Band....

                       2008

  • Siehst Du überall nen Kran, fängt der Frühling an,
  • auch Herr Maier streicht den Zaun,
  • jeder will am  Häusle bauen.
  • Maurer stehn auf dem Gerüst,
  • weil es eben Frühling ist.
  • Vorbei ist nun des Winters Ruh,
  • schaffen, schaffen immerzu.

             Wachgeküsst

  • Hat dich die Liebe wachgeküsst,
  • frag nicht so lang, was das wohl ist.
  • Denn hast du die Liebe mal verpasst,
  • wirst du ziemlich schnell geschasst.

 

         Kopf hoch

  • Auch ein Wurm erhebt sein Haupt,
  • wenn er an den Schöpfer glaubt.

Ganz unten

Hier ist das Ende vom Gedicht, noch viel tiefer geht es nicht. Bist Du am Boden auch zerstört, Dein Gebet wird doch erhört.

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 Liebe

  • Als einer fehlte, sah Er’s nicht.
  • Als einer schlug,da spürt Er’s nicht.
  • Als einer bat, da gab Er’s ihn.
  • Als einer konnte, lobte Er ihn.
  • Als einer hatte, freute Es ihn.

  Digitalitis

  • Augen brennen,
  • Zahlen rennen,
  • über den Schirm,
  • Commodore , Windows,
  • Fax und HP;
  • zu viel am Rechner tut weh.

 S.L. 1990

   Pilz-Filz

  •   Ein Mann fand in des Waldes Filze,
  •   eine große Menge Pilze.
  •   Zu
  • Hause gelegt dann auf den Tisch,
  •     schreit er laut : “Die sind ganz frisch.”
  •     Doch seiner Frau wird Angst und Bang:
  •           “Die Zeit zum Putzen ist zu lang.”

  Die Zeit

  • Es schreitet die Zeit schnell vorbei,
  • was heute gilt, ist morgen einerlei.
  • Das Gestrige ist bald vergessen,
  • bleibt die Hoffnung, die meist ungelesen,
  • im Buch der Bücher steht,
  • auch wenn das Leben schnell vergeht.
  • s.l.

 

Unerlässliches

  • Das wir unser Ziel klar sehen.
  • Das wir jeden Tag auf diesen Wege gehen.
  • Das wir nie den Mut verlieren.
  • Das wir unbeirrbar glauben und nie irren.
  • Das wir das  Positive tun und segnen.
  • Das wir dem Negativen wach begegnen.
  • Das wir das Wohl des Nächsten wollen.
  • Das wir mit Jesus wandeln sollen.

       O.S.- S.L.

         Lückenfüller

  • Ich füll die Lücken die entstehen
  • wenn andere nicht zusammengehen
  • sonst wäre hier ein rießen Loch
  • nun bin ich da , siehste doch.

S.L.

             Silberdistel

  • Silbern glänzt im Sonneschein,
  • nahe am Wege auf dem Rain,
  • eine Blume aus Metall,
  • sie findet man nicht überall.
  • Siberdistel ist sie benannt
  • und dem Kenner wohl bekannt.
  • Andere aber sehen sie nicht,
  • schimpfen nur, wenn diese sticht.
  • Darum lern aus dem Gedicht :
  • Der Schimpfer sieht das Hellste nicht.
  • S. L.

 

Der Specht

  • Es klopft ein Specht auf einen Baum, er klopft sehr fest, und schafft sich Raum.
  • drrrrdrrrrdrrrrdrrrrrdrrrrdrrrr
  • Dass er eine Villa bau, für die Kinder und die Frau.
  • drrrrdrrrrdrrrrdrrrrrdrrrrdrrrr
  • Es fliegt das Holz es fliegt der Span, er klopft so heftig wie er kann.
  • drrrrdrrrrdrrrrdrrrrrdrrrrdrrrr
  • Im Kopf hat er den Hammer, kennt kein Verzagen keinen Jammer.
  • drrrrdrrrrdrrrrdrrrrrdrrrrdrrrr
  • Mir dröhnt der Kopf, es wird mir schlecht,
  • Ich glaub ich nab nen Specht
  • drrrrdrrrrdrrrrdrrrrrdrrrrdrrrr

S.L.2006

                        Frühling

 Blütenmeere wogen auf den Wiesen

 Hummel suchen nach dem Süssen.

 Lass mich über die Berge springen.

 Jubeln und vor Freude singen.

 Die Stricke zerreissen, die mich umgeben,

 und wie ein Vogel über die Hügel erheben.

S. L.1990

Imagine...................

               Stell Dir vor

  • Stell Dir vor :
  • Stell Dir vor es ist soweit,
  • sie ist da , die neue Zeit.
  • Stell Dir vor :
  • Jeder ist Dir  bald ein Freund
  • nirgends siehst du einen Feind
  • Stell Dir vor :
  • Keiner ist des nächsten Feind,
  • es wird schnell die Welt geeint.
  • Stell Dir vor :
  • Freundlich ist nun jedermann
  • hilft und teilt soviel er kann.
  • Stell Dir vor :
  • Nie mehr Krieg auf dieser Welt
  • keiner rennt nur noch nach Geld.
  • Stell Dir vor :
  • Ausgerottet sind Bazillen
  • Jeder kann den Hunger stillen
  • Stell Dir vor :
  • In der Wüste blühen Gärten
  • Steppen werden Äcker werden
  • Stell Dir vor :
  • Kein Wetter spielt manchmal verrückt.
  • Was man anpackt ist geglückt.
  • Stell Dir vor :
  • Weg ist nun der Machtmissbrauch
  • und die Tyrannen auch
  • Stell Dir vor :
  • Überall nur Ehrlichkeit
  • Im ganzen Lande weit und breit
  • Stell Dir vor :
  • Die Erde hat jetzt ausgebebt,
  • weil jeder für den Frieden lebt.

  Imagine...................

 

                Der Internet Surfer

  • Ein Mann der surft im Internet,
  • und fand das Surfen schön und nett.
  • Er tippte jedes Suchwort ein,
  • Die Antwort kam vom Google rein.
  • Er surfte dann beim Yahoo,
  • die Antwort kam gerade so.
  • So surft er schließlich Stund um Stund,
  • und kam damit bald auf den Hund.
  • Nun wusste er dies und wusste das,
  • doch gebissen hat er bald ins Gras.
  • Drum schalt das Surfen öfters ab,
  • sonst landest du wie er, im Grab.

                   Verwählt

  • Kling kling 01111-4.
  • “Ist denn niemand hier?
  • Ich will die Regierung in Berlin.
  • Wo sind die alle hin?
  • Regiert denn niemand mehr da drin?
  • Hat’s bei denen nicht geschellt?”
  • >>>>> ja klar, ich habe mich verwählt.<<<<<

S.L.

      ______Rock’n Roll

  • Ein Pärchen , das tanzt Rock’n Roll,
  • ganz toll.
  • Er hebt sie über seinen Kopf,
  • da bleibt sie hängen mit dem Zopf.
  • Er fängt sie auf, mit seinem Arm,
  • da wars dem Mädchen gleich ganz warm.
  • So schnell war sie verliebt,
  • das es so etwas noch gibt?

S.L.2008

 

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N

  • Jahrgang 1930 bis 1950
  • Schraube und Mutter
  • Zum Siebzigsten
  • Es klemmt
  • Dialog am Vogelhaus
  • Es tut mir so leidE
  • Die Gedichte im Wind
  • Sitzt,passt wackelt und hat Luft
  • Verflixtes Vogelvolk
  • Weh und Ach

 

 

 

          Jahrgang 1930 bis 1950

  • Geboren im Schatten des Krieges,
  • gewacht  unter Sirenen in Kellern,
  • geängstigt vom Lärm der Flieger,
  • gespielt in Trichtern von Bomben,
  • gejagt in den verlorenen Städten,
  • geflüchtet aus vertrauter Heimat,
  • getrennt von sorgender Familie,
  • getötet im Hagel von Bomben,
  • gehungert in trostloser Armut,
  • gebettelt um ein kleines Brot,
  • gewohnt in endlosen Ruinen,
  • gehandelt auf verbotenen Märkten,
  • geweint in der nächtlicher Stille,
  • gelernt in provisorischen Baracken,
  • gearbeitet , wie Bären,
  • geschuftet bis zum Umfallen,
  • gealtert , und immer fröhlich,
  • gekränkelt und in Rente,
  • gerichtet,>>>>>wer hebt den Finger?
  • >>>> Kriegskinder sind zäh <<<<    Ich auch......

 

                

             Schraube und Mutter

  • Die Schraube sprach zur Mutter,
  • “du bist ein verkehrtes Luder;
  • willst dich auf meine Windung schrauben,
  • mir dadurch die Freiheit rauben.”
  • So entstand die dumme Schoße,
  • >>>> Muttern sind immer lose.

 

 

  Zum siebzigsten Geburtstag

Wieder ist ein Jahr vergangen,

wie wir doch am Leben hangen.

Doch mit 70 gehts noch weiter,

heiter auf der Lebensleiter.

 

                   Es klemmt

  • Es klemmt das Rad,
  • es klemmt die Tür,
  • es klemmt die Dose mit dem Bier,
  • es klemmt die Taste am PC,
  • und oh weh,
  • es klemmt beim Schürzenjäger,
  • der verflixte Hosenträger;
  • es klemmt bei manchem auch im Kopf,

       >>>>> armer Tropf <<<<<<<

 

        Dialog am Vogelhaus

  • Ein Girlitz kam zum Vogelhaus,
  • da schrieen alle Vögel : “Raus,
  • das ist hier der Futterplatz,
  • für Buchfink , Maise und den Spatz,
  • du bist zu gelb und ganz allein,
  • du kommst uns hier nicht rein.”
  • Da sprach der Dompfaff kraft des Amtes:
  • ”Jetzt langt es,
  • haltet Frieden Vogelkinder,
  • wir sind alle kleine Sünder.”
  • Die Bergfinken schrieen :” Hurra,
  • wir sind alle da.”
  • Der Kleiber sprach :” Ich bin schon voll,
  • ob ich auch was holen soll?”
  • Rotkelchen kam ganz zart herbei:
  • “ Was soll die dumme Streiterei?”
  • Und die Elster auf dem Dach,
  • grölt den anderen Vögeln nach:
  • “Schaut schaut,  ich hab geklaut,
  • einen Ring für meine Braut.”
  • Der Eichelhäher kam vom Wald :
  • “Gebt ihr Ruhe jetzt mal bald ?
  • Ei ei ei,
  • ich bin die Polizei”.

S. L.

 

Es tut mir so leid

  • Papa Blümchen spricht ,
  • In diesem Gedicht :
  • “Wachse schnell mein Sohn,
  • denn sie kommen schon.
  • Sie fallen über uns her,
  • mit dem Rasenmäher.
  • Der Mäher heisst “ Wolf”,
  • danach spielen sie Golf,
  • treten auf unsere Blätter,
  • käme doch Regenwetter.
  • Vorbei wäre das Schlagen,
  • und wir könnten es wagen,
  • holen die Biene “Ester”,
  • und du kriegst bald eine Schwester.
  • Auch der Rasenmäher spricht:
  • In diesem Gedicht :
  • “Es tut mir so leid,
  • das so grausam ich heut,
  • über Blümchen Köpfe fahr.
  • Blüht halt wieder nächstes Jahr.”

2008

 

     Die Gedichte im Wind

  • Wenn der Wind singt,
  • mir ein Gedicht bringt,
  • schreib ich es auf
  • freu Dich drauf

2008

 

   Sitzt,passt wackelt und hat Luft

  • Ein Klempner steht vorm Wasserhahn
  • und sieht sich seine Arbeit an.
  • Ist der Hahn nun endlich dicht,
  • oder vielleicht wieder nicht ?
  • >>>> Bis er plötzlich ruft :
  • “ Sitzt, passt wackelt und hat Luft.”

 

  • Ein Schreiner sieht auf seine Tür,
  • Die er montiert hat gerade hier,
  • Er macht sie zu, er macht sie auf
  • und schlägt dann mit dem Hammer drauf.
  • >>>> Bis er plötzlich ruft :
  • “ Sitzt, passt wackelt und hat Luft.”

 

  • Es kniet ein Monteuer vor einem Diesel,
  • der nicht mehr rund lief wie ein Wiesel.
  • Erst dreht er oben und dann unten,
  • und so vergehen zwei ganze Stunden.
  • >>>> Bis er plötzlich ruft :
  • “ Sitzt, passt wackelt und hat Luft.”

 

  • Eine Geburt die ist sehr schwer,
  • und die Hebamme hilft da sehr.
  • Sie zieht und schafft  an diesem Kind,
  • das es zur Welt käme geschwind.
  • >>>> Bis sie plötzlich ruft :
  • “ Sitzt, passt wackelt und hat Luft.”

S.L.2008

 

Verflixtes Vogelvolk

  • Es ist ein Überfall,
  • sie kommen von überall,
  • sie kommen in Scharen,
  • Amseln und Staren,
  • sie kommen als Flieger,
  • setzen sich nieder,
  • auf meinen Baum,
  • wollen Kirschen klaun,
  • sie machen Geschrei,
  • fressen Kirschenbrei,
  • bleiben übrig alleine,
  • nur die Steine,
  • und ich hab keine.
  • Euch mach ich Beine.

S.L.Sommer 2008

 

                 Freue Dich

  • Freue dich, du heller Morgen.
  • Freue dich du heller Tag.
  • Freue dich du klarer Abend.
  • Freue dich du schöne Nacht.
  • Freue dich an allem, was der Herr gemacht.

S.L.

               Weh und Ach

  • Ein Fauler sitzt auf dem Kannapee,
  • es tut ihm schon der Hintern weh,
  • er geht zum Arzt, schreit weh und ach,
  • wann lassen bloß die Schmerzen nach?
  • Der Arzt verschreibt Ihm strenges Joggen,
  • und nicht nur auf dem Sofa hocken!
  • Und siehe da das Weh und Ach,
  • lässt schon nach14-Tagen nach.

 

S.L.

       Nicht gut....

  • Jeder Mensch hat seine Schwächen.
  • Es ist nicht gut sich gleich zu rächen.

 

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  • Urlaub 2008.
  • Du und die Liebe.
  • Der Flohmarkt.
  • Das Herz aus Stein.
  • Spalten und Zeilen.
  • Völkerfreundschaft.
  • Das Breitmaul.
  • Die Vermessung.
  • Merkwürdig.
  • Autobahn Stuttgart-Mannheim.
  • Zwei Extreme.
  • m

 

  • Urlaub 2008...
  • Lechlers fahren nach Canaria,
  • Sag mir bloß was wollen die da?
  • Sie wolln nach Lanzarote,
  • mit dem Flieger ohne Boote.
  • Der Flieger geht um elf Uhr zehn.
  • Ha, das wäre schön.
  • Um 12 Uhr sind sie noch im Port,
  • und es geht, und geht, nicht fort.
  • Doch plötzlich großes Geschrei,
  • es kommt der Flieger XXX3,
  • Hui,
  • sie fliegen mit der TUI.
  • In Lanzarote angekommen,
  • wird sogleich ein Bad genommen,
  • In dem Pool vom dem Hotel,
  • abkühlen mal ganz schnell.
  • Doch bald fliegen sie wieder fort,
  • Von diesen schönen Meeres-Ort,
  • wo es Palmen gibt und nen Vulkan,
  • Hier schaut Euch das mal an. >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

 

 Du und die Liebe

  • Du willst sie nicht.
  • Du suchst sie nicht.
  • Du magst sie nicht.
  • Du verneinst sie.
  • Aber sie ist da !
  • Wer ?
  • Die Liebe.
  • Warum?
  • Du warst sanft.
  • Du warst freundlich.
  • Du warst wahr.
  • Du warst barmherzig.
  • Du willst sie.
  • Du suchst sie.
  • Du magst sie.
  • Du bejast sie.
  • Aber sie ist weg !
  • Wer?
  • Die Liebe.
  • Warum?
  • Du warst harsch.
  • Du warst unfreundlich.
  • Du warst verlogen.
  • Du warst unbarmherzig.

 

  Der Flohmarkt

  • Hurra, Hurra,---
  • der Flohmarkt ist da.---
  • Was keiner mehr will,---
  • nicht einmal der Müll,---
  • verkaufen wir  viel.---
  • Teller, Tassen ,
  • Radio,---
  • verkaufen wir
  • ganz einfach so.---
  • Werkzeug, Schrauben und
  • Geschirr,---
  • verkaufen das ist richtig irr.---
  • Für 30 Euro Standgebühr,---
  • stehen wir seit
  • Stunden hier.---
  • Haben bis jetzt 20 Euro eingenommen,---
  • und keiner will zum
  • Kaufen kommen.---
  • Ich habe es doch
  • gleich gewusst,---
  • wir machen Verlust.---

         >>>>> - 10€ >>>>>

           Ein Herz aus Stein

  • Sie hat ein Herz aus Stein.
  • Da lässt Sie keinen rein .
  • Jemand lieben ,
  • nein,
  • das darf nicht sein .
  • Sie hat ein Herz aus Stein.
  • Ihr Herz gehört ihr allein.
  • Sie will sich nicht freuen.
  • Nicht einmal am Wein,
  • nein.
  • Sie hat ein Herz aus Stein .
  • Will für niemand da sein,
  • nein.
  • Dann wird es so sein:
  • Sie bleibt für immer allein.

S.L. 2008

         Spalten und Zeilen

  • Gedichte , die eilen,
  • durch Spalten und Zeilen,
  • wollen nicht verweilen,
  • wachsen immer weiter,
  • werden zur Himmelsleiter.

2008

 

       Das Breitmaul

  • Ein Frosch der soll zum Militär,
  • darum muss ein Foto her.
  • Er setzt sich vor die Fotolinse,
  • das er möglichts freundlich grinse.
  • Jedoch doch dem Fotografen wird es  leid,
  • das Froschmaul ist ihm viel zu breit.
  • Er spricht zum Frosch: “ Sag Konfitüre,
  • wenn ich dich fotografiere.”
  • Der tapfere Frosch sagt  : “Marmelade”:
  • Es ging  nicht anders, schade.

Tom. R. 1974

 

               Völkerfreundschaft

  • In Tschernobyl der Reaktor brach.
  • Die Strahlen brachten weh und Ach.
  • Krankheit,Tod und Leid.
  • Ist die Menscheit schon so weit,
  • sich selbst den Todesstoß zu geben?
  • Auch diese Kinder wollen leben.
  • 15 Jahre kommen sie schon bald.
  • zur Erholung in den
  • Schwäbischen Wald.

Zum 15. mal, Erholungsaufenthalt von Tschernobylkindern bei den Naturfreunden in Sechselberg.2008

   Die Vermessung

  • Vermessung steht am Strassenrand,
  • ausgemessen wird das Land.
  • doch das Ergebniss sollte man vergessen,
  • denn sie haben sich vermessen!
  • S.L. 2008

     Merkwürdig

  • Manchem läuft das Leben gut,
  • obwohl er nichts wie böses tut.
  • Ein andrer kämpft für Recht und Gott,
  • und erntet nichts als Hohn und Spott.

 

Autobahn Stuttgart-Mannheim

  • Raser, Drängler,Renner,
  • und auch eingeschlafene Penner,
  • fahren auf der Autobahn,
  • und sieh mal an,
  • LKW um LKW.
  • Des isch nemme schee.

 

          Zwei Extreme

  • Der Workoholics macht viel Geld,
  • doch hat er nichts von dieser Welt.
  • Der Gammler findet’s Leben süss,
  • ach hätt er doch bloss mehr vom Kies.

S.L. 2008

           Servus machs gut,

  • dichten liegt mir im Blut,
  • schau bald wieder rein.
  • diese Gedichte sind Dein.
  • Du kannst sie kopieren,
  • und auch wieder verlieren.

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  • Die Blumenpracht.
  • Die Zeit rennt.
  • Ein Mann.
  • Eine Frau.
  • Ein Sportler.
  • Die Kusine.
  • Die Missernte.
  • Das Mensch.
  • Wellen der Liebe.
  • Ich dachte.
  • Die Bombennächte von 1944.
  • Die Flüchtlinge kommen 1945.
  • Lebenseinstellung 1946.

 

             Die Kusine

Auch meine Kusine,ist eine Dichterbiene: “Waldtraude Lechler: Es war einmal ein Mann,” Verlag Bläschke.

 

Die Blumenpracht

  • Schau an die bunte Blumenpracht,
  • die für uns der Herr gemacht,
  • der Gärtner hegt, und züchtet sie,
  • diese Vielfalt endet nie.

 Die Zeit rennt

  • Ich geb es zu, der Tag war schwer,
  • ach hätten wir ein bischen mehr,
  • von dieser allzu kurzen Zeit,
  • dann wär der Abend noch sehr weit.
  • Wir könnten vieles geben,
  • und würden länger leben.

S.L.

           Ein Mann

  • Ein Mann der hat nach ihr geblickt
  • weil ihre Gestalt ihn ganz entzückt.
  • Wer sich noch so freuen kann,
  • ist tatsächlich noch ein Mann.

 

           Eine Frau

  • Eine Frau, die hat sich vorgestellt,
  • sie hätte den schönsten Mann der Welt.
  • Schließlich, fand sie einen kleinen Dicken,
  • der geht ja auch zum Drücken.

 

             Ein Sportler

  • Ein Sportler hat so lange trainiert,
  • bis er schließlich nichts mehr spürt.
  • Das hat er nun vom vielen Sport,
  • der ganze Libido ist fort.

 

               Verreisst

Mein Nachbar flog für 4 Wochen nach Amerika

  • Er ist nicht mehr da,
  • er ist verreisst nach USA,
  • er fährt herum in Florida,
  • er sieht sich um , sagt “Aaah

 

 

         Die Missernte

  • Das Jahr war schlecht,
  • das Wetter war nicht echt,
  • die  Früchte sind verkümmert,
  • und ein Bauer wimmert,
  • er kann es nicht verhehlen:
  • “ Die großen Kartoffeln fehlen.”

  • Das Jahr ist geglückt,
  • das Wetter war nicht verrückt,
  • die Früchte sind nicht verkümmert,
  • der gleiche Bauer wimmert.
  • Er kann es nicht verhehlen:
  • “ Die kleinen Kartoffeln fehlen.”

S.L. 2008

             Steh auf und lauf

  • Man hat dich geschmäht,
  • die Tatsachen verdreht.
  • Man hat dich beleidigt,
  • du hast dich verdeitigt.
  • Man macht es dir schwer,
  • du kannst fast nicht mehr.
  • Es will nichts gelingen,
  • dir ist nicht zum Singen.
  • Man hat dich geschlagen,
  • du kannst es nicht tragen.
  • Deine Feinde sind viel,
  • bombardieren dein Ziel.
  • Dein Mut ist dahin,
  • hast keine Freude im Sinn.
  • >>>>Steh auf und lauf<<<<<
  • es wird dir  gelingen,
  • zu finden das Singen.

S.L. 2008

                 Wellen der Liebe

   Die Wellen der Liebe sind stärker

   als Streit und Ärger.

   Die Wellen der Meere

   vertreiben Heere.

   Die Welle vom Wort,

   treibt Böses fort.

   Die Welle des Lichtes ,

   zerbricht es.

 

           Rentnerberufe

  1. Der Rentner ist  Dicht--er,
  2. Der Rentner ist  Elektrik--er,
  3. Der Rentner ist TV -Fix--er ,
  4. Der Rentner ist Engine-er,
  5. Der Rentner ist  Schreib--er
  6. Der Rentner ist Programmier--er,
  7. Der Rentner ist Mal--er,
  8. Der Rentner ist Gärtn--er,
  9. Der Rentner ist Maur-er,
  10. Der Rentner ist Klempn--er,
  11. Der Rentner ist Mechanik--er,
  12. Der Rentner ist Sportl--er,
  13. Der Rentner ist bald nicht m--er

S.L. 09.

 

               Das Mensch

  • Was der Mensch ist, das weiß jeder, der Fritz, der Franz und auch der Peter.
  • Wer aber das Mensch ist, weiß keiner, weder Hans und auch nicht Heiner.
  • Das Mensch, das ist ein Luder, die Schwester von Ihrem Bruder.

 

      Ich dachte

  • Ich dachte, ich dachte, ich mach ein Gedicht,
  • aber eingefallen ist es mir nicht,
  • kommt heraus ihr Gedanken aus meiner Seele,
  • das der Räuber sie nicht stehle,
  • und sie missbraucht für seine Zwecke,
  • den der Räuber ist eine saugende
  • Zecke.

s l 2009

         Die Bombennächte von 1944

  • Das Gedröhn der Flieger,
  • kommt immer wieder.
  • Oh weh schnell in den LSB.
  • Wir sitzen und bangen,
  • der Himmel ist verhangen.
  • Das Gedröhn der Flieger,
  • kommt immer wieder.
  • Sie bringen uns Feuer und Tod,
  • Über uns ist der Himmel rot.
  • Die Stadt ist am brennen,
  • verzweifelte Menschen rennen.
  • Das Gedröhn der Flieger,
  • kommt immer wieder.
  • Die Ruinenstadt besteht aus
  • Bomben-Trichtern ,
  • und phosphorgelben Lichtern.
  • Das Fliegergedröhn ist endlich vorbei.
  • Wir wünschen uns, das nie mehr Krieg sei.

Kindheitserinnerungen der Kriegskinder

(LSB = Luftschutzbunker)

         Lebenseinstellung 1946

  • Die Züge fuhren nicht ,
  • Nachts gab es kein Licht,
  • Das Geld war nichts wert,
  • Es war kein Feuer im Herd,
  • Wir hatten kaum Futter,
  • kaum Brot und keine Butter.
  • Aber wir hatten den Mut:
  • “Es wird wieder gut”..-

Kindheitserinnerungen der Kriegskinder

 

   Die Flüchtlinge kommen 1945-47

  • Sie kamen  zu uns ,
  • aus der Heimat vertrieben.
  • Viele sind unterwegs liegen geblieben.
  • Sie kamen  zu uns ,
  • aus Schlesien  und den Sudeten,
  • viele wurden von Soldaten getreten.
  • Sie kamen  zu uns,
  • aus Pommern und Preußen,
  • und wie die vielen Länder heißen.
  • Aus Ungarn und der Slowakei.
  • Mancher hatte nichts mehr dabei.
  • Sie kamen  zu uns,
  • wir haben sie aufgenommen.
  • gemeinsam ist es zur  BRD gekommen.

Kindheitserinnerungen der Kriegskinder

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  • Diritissima.
  • Die Website.
  • Sauwetter.
  • Die Kettensäge. Februarschnee
  • Februarschnee.
  • Stehaufmännchen.
  • Es plappert die Mühle.
  • Tulpen Tulpen.
  • Die Steckdose.
  • Fliegen, fliegen.
  • Verliebt, verlobt,Verheiratet.
  • Der Flachbildschirm.
  • Gemütlichkeit.
  • Der Sommerwind.

 

                 Diritissima

  • Diridiriedissima wir sind oben wieder da,
  • wir sehen schon das Kreuz am Gipfel,
  • und unter uns der Bäume Wipfel.
  • Wir sind auf dem steilen Weg,
  • vermeiden diesen breiten Steg,
  • denn auf dem geht Jedermann,
  • der nicht richtig klettern kann.

S.L.2009

           Die Website

  • In einer Website mache ich klick,
  • man sieht es ja auf einen Blick,
  • wo man alles klicken soll,
  • davon ist die Website voll.
  • Ich klicke hier und klicke dort,
  • doch was ich suchte ist jetzt fort.
  • Also fang ich ganz von vorne an,
  • klicken  kann doch jedermann.
  • Ich klicke hier und klicke dort,
  • doch was ich such ist nicht am Ort.
  • Da sag mir einer wie das geht,
  • und ob einer das versteht?
  • Verärgert, schalt ich ab, das Internet,
  • und leg mich mit der Wut ins Bett.

Der Webmaster

     Sauwetter

  • Heute jagt der Sturm ums Haus,
  • da gehn wir keinen Meter raus.
  • Es ist die Zeit zum Briefe schreiben,
  • oder sonst die Zeit vertreiben.

 

         Die Kettensäge

  • Er war der stärkste Baum der Welt,
  • eine Kettensäge hat ihn gefällt.
  • Darum, denke nicht, ich bin stark wie ein Baum.
  • Die Kettensäge kommt, aus ist dein Traum.

S.L. 2008

           Februarschnee

  • Über Nacht kam aus der Höh,
  • richtig schöner Februarschnee.
  • Nun legt er da, blitzt in der Sonne,
  • das zu sehen ist eine Wonne.
  • Diamanten aus dem All,
  • funkeln, blitzen  überall.
  • Das freut uns mehr,
  • als wären wir  Millionär!

S.L. 2.09

 

           Stehaufmännchen

  • Ein Männchen steht im Walde,
  • dieser Welt herum.
  • Er glaubt Jesus kommt balde,
  • drum haut ihn gar nichts um.

 

         Es plappert die Mühle.

  • Sie plappert und plappert,
  • wie ein rauschender Bach.
  • Er plappert und plappert ,
  • und macht es ihr nach.
  • Mit  reden ohne Verstand,
  • haben sie alle angebrannt.
  • Sie reden und reden,
  • und finden kein Ende,
  • und waschen in Unschuld ihre Hände.

 

              

                 Die Steckdose

  • Eine Steckdose in der Wand,
  • war dort still und unerkannt,
  • doch die Dose war allein,
  • niemand steckt den Stecker rein,
  • da hat die Dose still geweint:
  • “Niemand ist mit mir vereint,
  • ich bin richtig sauer,
  • wozu habe ich  viel Power.”

  • Doch plötzlich schwupp die wupps,
  • ein Stecker gab ihr einen Schupps.
  • Jetzt war die Dose angeschlossen,
  • schon kam der Strom geschossen,
  • nun  hat die Dose ausgeweint,
  • denn sie jetzt ja vereint,
  • mit einem Stecker ihrer Art,
  • endlich hat sie sich gepaart.

      

         Tulpen Tulpen

  • Rote Tulpen, es ist Frühling.
  • VioletteTulpen, es ist Frühling.
  • Gelbe Tulpen, es ist Frühling.
  • Blaue Tulpen, es ist Frühling.
  • Ach wenn es doch jeden Tag
  • gelbe, rote, violette und blaue Tulpen gäbe.
  • Dann wäre immer Frühling.

 

                 Fliegen, fliegen

  • Davon will ich singen:
  • Es wachsen uns Schwingen,
  • damit lernen wir fliegen,
  • wir siegen und fliegen,
  • zum Baum des Lebens,
  • der Feind kommt vegebens,
  • denn wir sitzen auf Bäumen,
  • wir lachen und träumen,
  • von einer neuen Zeit,
  • Kinder, bald ist es soweit.

 

         Verliebt, verlobt,Verheiratet

  • Ein Lediger findet das Leben schön,
  • er will mit keinem Partner gehn.
  • Doch die Liebe trifft auch ihn,
  • er wendet sich zum Partner hin.
  • Ein Start zur Ehe wird gemacht,
  • Da wird getanzt, geliebt, gelacht.
  • Die Folgen stellen sich schnell ein,
  • in der Form von vielen Kinderlein.  
  • Doch das ist schon bald vorbei,
  • Es kommen Sorgen auf die Zwei.
  • Darum  schaffen sie selbst am ersten Mai.
  • In der Familie ist was los,
  • die vielen Kinder brauchen Moos.  
  • Jetzt sitzen auf der Bank die Zwei,
  • und sagen : “ Was soll’s, wir waren uns treu.”

 

         Der Flachbildschirm

  • Es war noch eine schöne Zeit,
  • da war die Glotze rund und weit,
  • doch heute ist sie kurz und flach
  • Berg und Tal und Frauen sind, ach ---------
  • flach, flach,  flach.

               Gemütlichkeit

  • Gemütlichkeit , Gemütlichkeit,
  • wir haben Zeit, wir haben Zeit,
  • die ganze Welt ist heute so weit.
  • Nichts bringt mich heute aus der Ruh,
  • ich hab Gemütlichkeit und Bier dazu.

       Der Sommerwind

  • Der Sommerwind kommt von irgendwo her,
  • das Kornfeld schwingt wie Wellen am Meer,
  • Die Espen zittern vor Angst und Schrecken,
  • der Wind fährt durch Bäume und Hecken,
  • alte Eichen ächzen im Wind,
  • sie knarren, wenn sie schon älter sind.
  • Doch der Wind sagt: ” Es ist genug,
  • es war nur ein Schuss vor den Bug.”
  • Darum beachte du mein liebes Kind, beizeiten deinen Lebenswind ,
  • ob dies nicht auch solche Schüsse sind.

S.L.2009

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  • Der Sommerregen.
  • Der  Geier.
  • Die Suppenwespe
  • Verschwundene Seelen
  • Der Bodensee.
  • 1951, Ich möchte nochmal 12 sein....
  • Schlechte Laune.
  • Arbeit.
  • Die SWR4 Welle.
  • Das schnelle Internet

 

 

 

         Der Sommerregen

  • “Heute bemalen wir das Haus:”
  • Von wegen:

Sommerregen!

  • “Morgen waschen wir das Auto:”
  • Von wegen:

Sommerregen!

  • “Übermorgen decken wir das Dach:”
  • Von wegen:

Sommerregen!

  • “Nächste Woche gehen wir wandern:”
  • Von wegen:

Sommerregen!

  • Ich schimpfe wie ein Hammer:
  • “So ein mieser Sommer.”
  • Ganz leise sagt das Gras:

” Wir brauchen das Nass.”

S.L2009

                 Der  Geier

             Eine wahre Geschichte

  • Auf dem Pfänder*, in der Falknerei,
  • hört man einen grossen Schrei,
  • Denn ein Geier schwebt zu Tal,
  • das tat der schon viele mal.
  • Er macht seine Flügel breit,
  • und schwebt weit ,weit weit.
  • Doch der Geier hat sich übernommen,
  • er kann  nicht mehr nach oben kommen.
  • Da rennt der Geier halt zu Fuss,
  • wie man eben rennen muss,
  • zur Falknerei, den Berg hinauf,
  • und holt nun einen Wanderer auf,
  • der gemütlich seines Weges geht,
  • manchmal auch ein bischen steht.
  • Der Wandere sieht das Untier kommen, 
  • hat gleich Schweiss und  Angst bekommen,
  • und  ganz schnell den Berg erklommen,
  • er schreit um Hilfe in seiner Not:
  • “Helft mir doch, sonst bin ich tot.”
  • Doch der Geier hat dies nicht  im Sinn,
  • zur Falknerei will er wieder hin.

* Pfänder bei Bregenz am Bodensee         S,L.2009

 

           Die Suppenwespe

                 Im Speiselokal

  • “Herr Ober, Herr Ober, es ist mir nicht schnuppe,
  • eine Wespe ist in dieser Suppe”!
  • “Aber mein Herr, nun sehnse doch nicht gleich rot,
  • Diese Wespe ist doch schon tot”!

Oberstaufen 1964

                 Verschwundene Seelen

  • Unsere Seelen sind verschwunden,
  • nirgends wurden sie gefunden,
  • wir suchten sie im ganzen Land,
  • doch was man fand war nur Verstand.
  • Wo sind die Seelen nur geblieben,
  • wer hat sie aus dem Land vertrieben?
  • Die Seelen haben sich versteckt,
  • denn es herrscht der Intellekt.

 

               Der Bodensee

  • Das schwäbische Meer,
  • das lieben wir sehr,
  • den Sturm und den Föhn,
  • das finden wir schön,
  • die Sonne und Wellen,
  • und die Fische die schnellen,
  • die Schiffe nach drüben,
  • und Mädchen zum verlieben.
  • Ja das schwäbische Meer,
  • das lieben wir sehr.

S.L.2009

     1951 Ich möchte nochmal 12 sein.....

  • Ich möchte noch mal 12 sein....
  • ...und mit Freunden ums Dorf rennen.
  • ...und den ganzen Tag Äpfel essen.
  • ...und stundenlang Räuber und Schandarre* spielen.
  • ...und aus Lärchenrinde Schiffe schnitzen.
  • ...und einen Geldbeutel an eine Schnur binden und dem Finder vor der Nase wegziehen:
  • ...und am Bahndamm Eidechsen fangen.
  • ...und aus Packpapier und Zeitung einen Drachen bauen.
  • ...und im Unterholz Indianer spielen
  • ...und die Hausaufgaben immer vergessen .
  • ...und gute Noten heimbringen
  • ...und dem Herrn Lehrer seine Tatzenstöcke verstecken.
  • ...und in der Schule nachsitzen müssen.
  • ....und beim Nachsitzen durchs Fenster entwischen.
  • ...und Flieger mit Gummimotor bauen.
  • ...und aus Nigrindosen einen Elektromotor bauen.
  • ...und in der Jagst mit Händen Forellen fangen.
  • ....und zur Tauberquelle wandern.
  • ...und mit dem Fahrtenmesser einen Hecht abstechen.
  • ...und mit dem Drillbohrer einen Hubschrauber bauen.
  • ....und nur ganz heimlich nach Mädchen schauen
  • ...und das Kirchweih-Karusell drehen.
  • ...und mein uraltes Fahrrad selber grün anstreichen
  • ....und mit Rad und Zelt auf der Alb rumfahren.
  • ....und beim Mondschein Schlitten fahren.
  • und ohne Lift den ganzen Tag Ski-fahren.
  • ....und im Teich ein Moorbad nehmen.
  • ....und mit meinen 5 Enten im Gänsemarsch spazieren laufen.
  • .....und im Herbst die Kühe hüten.
  • ....und beim Hüten Kartoffeln braten.
  • ....und bei der Heuernte dem Pferd die Bremsen vertreiben.
  • ....und mit der Oma Fick-Mühle spielen.
  • ....und mit meinem Vater zum Handeln übers Land fahren.

* Gendarm = Polizei

 

Schlechte Laune

  • Huhn Lotte sitzt am Hollerbusch,
  • und hat riesigen Verdruss.
  • Ihr Hahn, der schöne Braune,
  • der hat heut schlechte Laune.
  • “Auszeit hat er genommen,
  • und will nicht zu Ihr kommen.
  • Da gackert sie in Ihrer Wut :
  • “ Gackackaag....
  • Warum der nichts mehr tut ?
  • Gackackaag....
  • Ich suche mir nen andren Hahn,
  • Gackackaag...
  • der jeden Tag und immer kann..
  • Gackackaag...”
  • Was lernen wir aus dem Gedicht ?
  • “ Schlechte Laune mag Lotte  nicht.”

S.L.2009

                   Arbeit

  • Der Eine schafft mit Plag und Müh,
  • der Andere lernt die Arbeit nie.
  • Arbeit verlieren ist sehr schlecht,
  • und ist schlichtweg ungerecht.
  • Damit nun  jeder etwas hat,
  • gibt es den sozialen Staat.

 

       Die SWR4 Welle

  • Eine Schwalbe  sitzt auf TV-Welle  SWR Vier,
  • und sagt: ” Hier ist es schön, es gefällt mir hier,
  • warum soll ich den noch mühsam fliegen,
  • ich kann faul auf der Welle liegen,
  • zum sitzen brauche ich keinen Ast,
  • die Welle kommt vom Sendemast.”
  • Da schau ich “ Kaffe oder Tee”
  • Oh wie ist die Sendung schee,
  • Doch plötzlich schaltet der Sender ab,
  • und die Schwalbe fällt hinab.
  • Der schlaue Vogel fiel herunter,
  • ohne Halt, da ging er unter.

 

       Das schnelle Internet

  • Dank Telecom und DSL,
  • ist das Internet jetz schnell,
  • Doch was helfen uns die Daten,
  • jedes Dorf braucht seinen Laden,
  • für Brot und Butter,
  • und das  tägliche Futter.

Eröffnung des DSL Netzes Großerlach  2009

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  • Fritz und Franz die Raben.
  • Gulliver in Lilliput
  • Wie der Meister will

 

 

 

 

 

 

       Fritz und Franz die Raben

  • Fritz und Franz die Raben,
  • die trafen sich auf einem Feld,
  • um nach fressbarem zu graben,
  • und es kam auch wie bestellt,
  • aus dem Acker gleich ein Wurm.
  • Um sich an dem Wurm zu laben,
  • begann sogleich ein Kampfes-Sturm.
  • Jeder wollte den Wurm nun haben,
  • und packte eines Wurmes Ende,
  • zog an sich sein Eigentum,
  • und lief davon schnell und behende,
  • doch dem Wurm war das zu dumm,
  • sogleich zerriss er in zwei Teile.
  • Da fielen die Raben um vor Schreck,
  • und nach einer kurzen Weile,
  • waren beide Würmer weg.
  • Frustriert sind nun die beiden Raben,
  • weil sie keinen Wurm mehr haben.
  • Will man man auf die Story blicken
  • muss man hier  >>>> klicken.

 

               Gulliver in Lilliput

  • Gulliver war in Lilliputland,
  • da fesselte man ihn an Fuß und Hand,
  • doch als Gulliver aufgewacht,
  • hat er die Fesseln aufgemacht,
  • und auf Lilliput gelacht.
  • Darum Ihr in Lilliput gebt acht,
  • was ihr an dem Gulliver tut,
  • das er nicht kommt in seiner Wut,
  • und macht Lilliputland kaputt.
  • Und die Moral von der Geschicht?
  • Ärgere einen Starken nicht.

S.L.2010

 

           Wie der Meister will

  • Wenn ein Rentner zum Zahnarzt muss, ist noch lange nicht Schluss.
  • Wenn ein Rentner zum Hautarzt muss, ist noch lange nicht Schluss.
  • Wenn ein Rentner zum Orthopäden muss, ist noch lange nicht Schluss.
  • Wir leben solange, wie der Meister will, und laufen weiter bis ins Ziel.

 

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